Sandwichmaker zum ersten Mal nutzen: In 6 Schritten einsatzbereit


Bevor du deinen brandneuen Sandwichmaker das erste Mal in Gebrauch nimmst, solltest du einige Dinge beachten, damit er optimal funktioniert und die Sandwiches schön kross und lecker werden.

Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Gerät: Voller Vorfreude wollte ich sofort loslegen, das Toast rein, Deckel zu, fertig. Genau das war ein Fehler. Das erste Sandwich roch leicht nach „Neugerät“ und schmeckte etwas streng. Heute weiß ich: Mit ein paar einfachen Vorbereitungsschritten ersparst du dir genau dieses Erlebnis und sorgst dafür, dass dein Sandwichmaker von Anfang an zuverlässig und sauber arbeitet. Genau diese Schritte zeige ich dir jetzt.

Neue Geräte sind durch die Produktionsvorgänge häufig mit Rückständen behaftet, wie beispielsweise Schutzfett auf der Antihaftbeschichtung der Backplatten. Diese Rückstände sollten vor der ersten Inbetriebnahme gründlich entfernt werden.

Warum ist das so wichtig? Diese Schutzschichten erfüllen im Versand und in der Lagerung ihren Zweck, sie schützen die empfindliche Beschichtung. Auf deinem Frühstückstoast haben sie aber nichts verloren. Hinzu kommt, dass bei der ersten Erhitzung Produktionsrückstände richtig „ausdampfen“, einmal komplett und dann nie wieder. Wenn du dieses Ausdampfen ohne Belag durchziehst, bleibt dein erstes echtes Sandwich davon verschont.

Je nach Hersteller solltest du dazu auch immer die individuellen Empfehlungen in der Bedienungsanleitung studieren, welche Schritte genau und in welcher Reihenfolge empfohlen werden.

Ich weiß, die Anleitung lesen klingt langweilig, aber bei manchen Modellen steht dort Gold wert. Manche Hersteller raten zum Beispiel ausdrücklich davon ab, die Backplatten in Wasser zu tauchen, andere geben eine konkrete Aufheizzeit für den ersten Lauf an. Wirf also kurz einen Blick hinein, bevor du startest, es dauert keine zwei Minuten.

Nachfolgend habe ich dir eine Anleitung zusammengestellt, was vor dem ersten Gebrauch eines Sandwichmakers zu beachten ist. Diese Schritte findest du unten im Artikel auch als Video.

Was du bereitlegen solltest: Bevor es losgeht, lege dir am besten alles griffbereit hin, dann arbeitest du entspannt durch:

  • ein weiches, sauberes Tuch zum Reinigen
  • etwas geschmacksneutrales Bratöl (z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
  • einen Backpinsel oder Silikonpinsel
  • Küchenpapier zum Abtupfen
  • eine Scheibe Toast, die du anschließend bedenkenlos entsorgen kannst
Krups Sandwichmaker mit Sonnenblumenöl und Lappen

Schritt 1 – Oberfläche Reinigen

Reinige die Oberfläche der Backplatten zunächst mit einem feuchten Tuch und trockne diese anschließend gründlich ab.

Mein Tipp: Nimm wirklich nur ein feuchtes, weiches Tuch und verzichte auf Scheuermittel, harte Schwämme oder Stahlwolle. Die Antihaftbeschichtung ist empfindlich, und schon ein einziger Kratzer kann später dazu führen, dass dein Sandwich kleben bleibt. Trockne danach gründlich nach, denn Restfeuchte zwischen den Platten kann beim ersten Erhitzen spritzen.

Schritt 2 – Sandwichmaker ohne Inhalt erhitzen

Der Sandwichmaker wird nun ohne Inhalt und nicht eingefettet für einige Minuten in geschlossenem Zustand erhitzt. Hierbei können unangenehme Gerüche und Dämpfe entstehen, die jedoch nicht gesundheitsschädlich sind.

Trotzdem ist es ratsam, während des Erhitzungsvorganges für eine ausreichende Belüftung durch geöffnete Fenster zu sorgen. Lasse das Gerät dann so lange heizen, bis die Geruchsbildung und Dampfentwicklung aufhört.

Keine Sorge, wenn es im ersten Moment etwas streng riecht, das ist völlig normal und gehört dazu. In der Regel ist der Spuk nach rund fünf bis zehn Minuten vorbei. Falls dein Gerät eine Kontrollleuchte hat, kannst du dich daran orientieren: Sobald sie das Erreichen der Betriebstemperatur signalisiert und der Geruch nachlässt, bist du auf dem richtigen Weg. Hast du eine empfindliche Nase oder Haustiere wie Vögel in der Wohnung, lüfte besonders konsequent.

Schritt 3 – Backplatten gleichmäßig einfetten

Anschließend mit einem Pinsel und etwas Bratöl (z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl) die Backplatten gleichmäßig einfetten.

Wichtig ist hier das Wort „gleichmäßig“, aber auch „sparsam“. Ein dünner, gleichmäßiger Film reicht vollkommen aus, du willst die Platten ja nur sanft einreiben und keine Fritteuse betreiben. Ein Backpinsel oder Silikonpinsel verteilt das Öl am gleichmäßigsten, vergiss dabei die geriffelten Vertiefungen und Ränder nicht, denn genau dort entscheidet sich, ob dein Sandwich später leicht herausgleitet. Greife zu einem geschmacksneutralen Öl mit hohem Rauchpunkt; Olivenöl extra vergine ist hier eher ungeeignet.

Schritt 4 – Sandwichmaker nochmals ohne Inhalt erhitzen

Schließe den Deckel und wiederhole das Erhitzen aus Punkt 2.

Dieser zweite Durchgang ist quasi das „Einbrennen“ des Öls. Dadurch verbindet sich der dünne Ölfilm mit der Beschichtung und unterstützt den Antihaft-Effekt zusätzlich. Auch hier gilt wieder: ruhig lüften und warten, bis kaum noch Dampf aufsteigt. Du musst nichts überwachen oder umrühren, einfach Deckel zu und das Gerät seine Arbeit machen lassen.

Schritt 5 – Sandwichmaker abkühlen lassen und überschüssiges Bratöl entfernen

Anschließend das Gerät ausschalten bzw. den Netzstecker ziehen (falls kein Ein-/Ausschalter vorhanden ist) und den Sandwichmaker in geöffnetem Zustand abkühlen lassen.

Entferne nun das überschüssige Öl mit Küchenpapier, danach ist der Sandwichmaker betriebsbereit.

Geh dabei behutsam vor und tupfe das überschüssige Öl nur ab, statt es kräftig wegzuwischen. Ein hauchdünner Ölfilm darf ruhig auf den Platten bleiben, er ist sogar erwünscht. Lass das Gerät außerdem wirklich offen abkühlen, denn ein geschlossener, noch warmer Deckel hält die Restfeuchte gefangen. Pass beim Abtupfen auf, dass die Platten nicht mehr zu heiß sind, damit du dir die Finger nicht verbrennst.

Schritt 6 – Erstes Sandwich ohne Belag toasten und entsorgen

Wer garantiert keine (Geschmacks)-Rückstände mehr in seinen Sandwiches haben möchte, sollte das erste zubereitete Toast am besten nicht verzehren. Hierzu einfach ein Toast „blanko“ in den Sandwichmaker geben und toasten. Anschließend entnehmen und entsorgen.

Ich mache das bei jedem neuen Gerät und sehe es nicht als Verschwendung, sondern als kleine Versicherung. Das „Opfer-Toast“ nimmt die letzten unsichtbaren Rückstände auf, die nach dem Aufheizen vielleicht noch an den Platten haften. Übrigens: Schau dir die Toastscheibe danach ruhig kurz an. Ist sie auffällig verfärbt oder riecht streng, war der Schritt definitiv sinnvoll. Bei sehr empfindlichen Geräten kannst du diesen Leerlauf auch ein zweites Mal wiederholen.

Danach sollten aber jegliche Rückstände oder möglicher Fremdgeschmack verschwunden sein und es kann losgehen mit dem Sandwichtoaster.

Häufige Anfängerfehler, die du dir sparen kannst

Damit dein Start wirklich rundläuft, hier noch die Stolperfallen, die ich am häufigsten erlebe und die du jetzt ganz einfach umgehst:

  • Zu viel Öl auf die Platten geben: Mehr Öl bedeutet nicht mehr Antihaft-Effekt, sondern nur eine fettige Sauerei und verbranntes Aroma.
  • Scharfe Reiniger oder Metallhilfsmittel verwenden: Sie zerkratzen die Beschichtung und ruinieren genau das, was dein Sandwichmaker können soll.
  • Das Ausdampfen überspringen: Wer direkt mit Belag startet, schmeckt die Produktionsrückstände im ersten Sandwich. Schade um die guten Zutaten.
  • Beim Abkühlen ungeduldig werden: Reinigen oder verstauen, solange das Gerät noch heiß ist, führt zu Verbrennungen und Feuchtigkeit zwischen den Platten.

Mein Fazit

Die ganze Prozedur klingt nach mehr Aufwand, als sie tatsächlich ist. In rund einer Viertelstunde hast du die sechs Schritte durch und dein Gerät ist hygienisch sauber, gut „eingebrannt“ und bereit für das erste richtige Sandwich. Diese kleine Investition an Zeit zahlt sich aus: kein Fremdgeschmack, eine länger haltbare Antihaftbeschichtung und Sandwiches, die von Anfang an gleichmäßig bräunen und sauber herausgleiten. Einmal richtig vorbereitet, hast du an deinem Sandwichmaker einfach länger Freude.

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinem neuen Sandwichmaker!

Anleitung Sandwichmaker zum ersten Mal nutzen im Video

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