Sandwichmaker mit Teflon oder Keramik: Vor-und Nachteile


Wenn du dir einen neuen Sandwichmaker zulegen möchtest, schaust du wahrscheinlich zuerst auf Leistung, Preis und vielleicht das Design. Das ist auch völlig richtig – aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Der Punkt, der am Ende über jahrelange Freude oder schnellen Frust entscheidet, ist die Beschichtung der Backplatten. Genau darum dreht sich dieser Artikel. Ich erkläre dir, worin sich Teflon und Keramik wirklich unterscheiden, welche Beschichtung zu welchem Nutzer passt und wie du beide so behandelst, dass sie möglichst lange halten.

Sandwichmaker gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen. Von sehr günstigen und einfachen Geräten bis hin zu höherpreisigen mit qualitativ hochwertiger Ausstattung und Funktionen, hat man bei der richtigen Auswahl oft die Qual der Wahl. Damit Sandwiches auch wirklich optimal gelingen, ist neben einer hohen Leistung und soliden Verarbeitung unbedingt auch auf eine gute Qualität der Backplatten zu achten. Denn wenn die Backplatten schlecht verarbeitet und mit billigem Material ausgestattet sind, hat man nicht lange Freude mit seinem Gerät.

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Welche Beschichtungen gibt es?

Sandwichmaker-Backplatten sind in der Regel mit zwei unterschiedlichen Materialien bzw. Beschichtungen ausgestattet: Entweder Teflon oder Keramik. Beide Materialien haben den Vorteil, dass sie grundsätzlich das Anbacken und Festkleben von Speisen bei der Zubereitung verhindern und sich nach Gebrauch wieder leicht reinigen lassen. Es gibt jedoch trotzdem Unterschiede und somit hat jede Beschichtung auch ihre Vor-und Nachteile.

Beide Beschichtungen haben dieselbe Aufgabe – sie sorgen dafür, dass dein Toast nicht festklebt und sich das fertige Sandwich sauber aus dem Gerät lösen lässt. Trotzdem solltest du nicht einfach blind zugreifen. Je nachdem, wie oft du deinen Sandwichmaker benutzt, wie sorgsam du mit Küchengeräten umgehst und wie viel du ausgeben möchtest, kann mal die eine, mal die andere Beschichtung die bessere Wahl für dich sein. Damit du das gut einschätzen kannst, schaue ich mir mit dir nun beide Varianten genauer an.

Sandwichmaker mit Teflon-Beschichtung

Die meisten Sandwichmaker sind mit einer sogenannten Teflon-Beschichtung ausgestattet. Teflon ist ein relativ weicher und auch günstiger Kunststoff namens Polytetrafluorethylen (abgekürzt PTFE), den man auch von der Beschichtung von Pfannen her kennt.

Dieses Material weist eine gute Antihafteigenschaft auf, allerdings nur bei nicht allzu hohen Temperaturen. Werden die Backplatten zu hoch erhitzt (ab ca. 230 Grad), kann sich die Beschichtung irgendwann lösen oder abblättern. Ein Sandwichmaker erreicht diese hohen Temperaturen aber in der Regel kaum.

Teflon ist zudem sehr kratzempfindlich und reagiert auf mechanische Einflüsse. Vor allem mit metallenen Gegenständen wie Gabeln oder scharfen Messern sollte niemals auf der empfindlichen Teflon-Beschichtung herumgekratzt werden. Besonders billige Sandwichmaker sind gerne mit einer sehr dünnen und damit nicht sehr widerstandsfähigen Teflon-Beschichtung ausgestattet. Achte bei der Wahl für ein Gerät mit Teflon-Beschichtung daher unbedingt auf eine gute Qualität der Backplatten.

Damit du Teflon auf einen Blick einordnen kannst, hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Vorteil: Sehr gute Antihafteigenschaft und in der Regel der günstigere Preis – ideal, wenn du nur ab und zu ein Sandwich machst.
  • Vorteil: Weit verbreitet, dadurch findest du eine riesige Auswahl an Geräten in jeder Preisklasse.
  • Nachteil: Empfindlich gegenüber Kratzern und scharfen Gegenständen.
  • Nachteil: Bei sehr günstigen Modellen ist die Schicht oft dünn und nutzt sich schneller ab.

Mein praktischer Tipp dazu: Greife lieber zu einem ordentlich verarbeiteten Mittelklasse-Gerät als zum allerbilligsten Schnäppchen. Eine dünne Teflon-Schicht macht zwar am Anfang genauso gute Sandwiches, blättert aber oft schon nach wenigen Monaten an den Rändern ab. Bei einem soliden Gerät hast du dagegen jahrelang Ruhe – das spart dir am Ende echtes Geld.

Sandwichmaker mit Keramik-Beschichtung

Keramik-Beschichtungen werden immer beliebter. Auch bei den Bratpfannen greifen viele Verbraucher mehr und mehr auf Geräte mit dieser Beschichtung zurück. Keramikbeschichtungen haben den Vorteil, dass sie sehr kratzfest und insgesamt unempfindlicher sind.

Da Beschichtungen jedoch generell immer möglichst schonend behandelt werden sollten, sollte natürlich auch hier nicht mit scharfen Gegenständen hantiert werden. Verwende zur Reinigung oder zum Auslösen der Sandwiches aus den Backplatten immer Pfannenwender oder andere Küchenutensilien aus Holz oder Kunststoff.

Wenn du also jemand bist, der in der Küche gerne mal etwas robuster zugreift, fühlst du dich mit Keramik wahrscheinlich wohler. Die Schicht steckt kleine Unachtsamkeiten eher weg als Teflon. Trotzdem gilt: Selbst die kratzfesteste Beschichtung dankt es dir, wenn du sie pfleglich behandelst – mit Holz- oder Kunststoffhelfern statt Messer und Gabel.

Keramikbeschichtung – hohe Temperaturen und gute Hitzeleitfähigkeit

Die Keramikbeschichtung verträgt auch, im Gegensatz zu jener aus Teflon, hohe Temperaturen, ohne dass sich das Material vorschnell löst oder abblättert. Auch gilt die Antihaftfähigkeit von Keramik besser als die von Teflon, wodurch sich die Backplatten einfach reinigen lassen, da oftmals weniger Toast- oder Käserückstände haften bleiben. Zudem zeichnen sich hochwertige Keramikbeschichtungen auch durch ihre gute Hitzeleitfähigkeit und Hitzeverteilung aus.

Diese Vorteile machen sich vor allem bei Geräten mit größeren Grillflächen, beispielsweise bei Kontaktgrills bemerkbar. Einer der wenigen Nachteile von Keramik besteht darin, dass sich weiße Beschichtungen im Laufe der Zeit durch die eingesetzten Lebensmittel leicht verfärben können, was jedoch auf die Langlebigkeit und Haltbarkeit der Beschichtung keinen Einfluss hat.

Diese Verfärbung möchte ich dir kurz aus der Praxis erklären, damit du dich nicht unnötig ärgerst: Gerade bei hellen Keramikplatten setzen sich mit der Zeit leichte Bräunungen ab, etwa durch Käse, Tomate oder ölige Beläge. Das sieht zwar nicht mehr ganz so makellos aus wie am ersten Tag, ist aber rein optisch. Auf Funktion, Antihafteigenschaft und Haltbarkeit hat das keinerlei Einfluss – dein Sandwichmaker arbeitet genauso zuverlässig weiter.

Teflon oder Keramik – was passt zu dir?

Jetzt kommt die Frage, die du dir vermutlich wirklich stellst: Welche Beschichtung soll ich nehmen? Eine pauschal „bessere“ Antwort gibt es nicht, denn beide haben ihre Berechtigung. Es kommt darauf an, wie du dein Gerät nutzt. Diese kleine Orientierung hilft dir bei der Entscheidung:

  • Du machst nur gelegentlich ein Sandwich und möchtest nicht viel ausgeben? Dann ist ein gutes Teflon-Gerät völlig ausreichend und preislich attraktiv.
  • Du nutzt das Gerät häufig oder willst etwas, das auch mal etwas gröberen Umgang verzeiht? Dann lohnt sich der Aufpreis für eine hochwertige Keramik-Beschichtung.
  • Dir ist die gleichmäßige Bräunung besonders wichtig oder du planst ein Gerät mit großer Grillfläche? Dann spielt Keramik mit der guten Hitzeverteilung ihre Stärken aus.

So bleibt jede Beschichtung lange schön

Egal, für welche Variante du dich entscheidest – mit der richtigen Pflege hältst du deinen Sandwichmaker viele Jahre fit. Diese Gewohnheiten haben sich bei mir bewährt:

  1. Nutze zum Herausnehmen der Sandwiches immer Helfer aus Holz oder hitzebeständigem Kunststoff, niemals Metall.
  2. Lass das Gerät vor dem Reinigen abkühlen und wische die Platten mit einem feuchten, weichen Tuch ab – grobe Schwämme oder Scheuermittel haben hier nichts verloren.
  3. Tauche das Gerät nie komplett ins Wasser, da die Elektronik darunter leidet.
  4. Verstaue den Sandwichmaker so, dass nichts Hartes auf den Platten aufliegt.

Mein Fazit

Ob Teflon oder Keramik – beide Beschichtungen machen dir gute Sandwiches, solange die Qualität stimmt. Teflon punktet mit dem günstigen Preis und ist für Gelegenheitsnutzer absolut ausreichend. Keramik ist robuster, hitzebeständiger und verteilt die Wärme oft etwas gleichmäßiger, kostet dafür meist etwas mehr. Wenn du mich fragst, ist der entscheidende Faktor weniger das Material an sich, sondern die Verarbeitungsqualität der Backplatten und wie pfleglich du mit deinem Gerät umgehst. Achte beim Kauf auf eine ordentliche, nicht zu dünne Beschichtung, behandle sie schonend – dann hast du mit beiden Varianten lange Freude an deinen Sandwiches.

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